Dutch mountains

Dutch Delta Design in seiner frühesten Form. Die Warften belegen, wie sich die frühesten Bewohner der Wattenmeerküste gegen die See verteidigten. Kein mühsamer Aufstieg, aber eine spitzenmäßige Erfahrung.

Eine Warft hinauf steigen
Bei der Bezeichnung Warftenland denken die Leute häufig an eine Region, die bei jeder Flut überschwemmt wurde. Das wäre ein trauriges Schicksal für die Bewohner gewesen, hätten sie sich bei jeder Flut auf ihren Wohnhügeln in Sicherheit bringen müssen. In Wirklichkeit ließ es sich auf dem fruchtbaren Lehmboden gut leben. Die Küstenbewohner widmeten sich der Viehhaltung, und auf den höher gelegenen Teilen ihrer Warft bauten sie Gemüse und Getreide an. Die Weiden wurden zwar gelegentlich überflutet, aber das passierte höchstens ein paar Mal im Jahr.

Verschwundene Warften
Nach der Eindeichung blieben die Warften erhalten. Die Landschaft wurde jedoch oft durch Überflutungen angegriffen. Ganze Dörfer verschwanden oder es blieben nur kleine Teile zurück. Heute sind diese Stellen wunderbare Orte, an denen die Zeit stillgestanden zu haben scheint.

Ab Mitte des 19. Jahrhunderts wurde diese Landschaft jedoch rücksichtslos von Menschenhand zerstört. 

Die Erde auf den Warften war besonders fruchtbar und sehr nützlich als Dünger für die kargen Sandböden. Viele Warften wurden deshalb abgegraben. Die Erfindung des Kunstdüngers kam für viele Warften zu spät. Umso außergewöhnlicher sind die Warften, die heute noch zu besichtigen sind, wie Godlinze und Spijk.

Ausgrabungen
Neugierig geworden? Museum Wierdenland in Ezinge erzählt die Geschichte von der Entstehung der Landschaft und von den Abgrabungen. Dieses Warftendorf wurde bekannt durch die Arbeit des Archäologen Albert van Giffen, der bei der Abgrabung der Warft ausführliche Untersuchungen vornahm. Er legte in den 20er und 30er Jahren des 20. Jahrhunderts zum ersten Mal die Struktur eines Dorfes im Zuge der Jahrhunderte frei.

Auch das Projekt ‘Terpen- en wierdenland, een verhaal in ontwikkeling’ ist sehr interessant, hier wird nämlich die vollständige archäologische und landschaftliche Geschichte dreier Warftendörfer beschrieben: Ulrum, Warffum und Godlinze.

© Gerard Bakker

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