Das Wattenmeer: Rastplatz für Millionen von Zugvögeln
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Die Bedeutung des Wattenmeeres
Jedes Jahr fliegen Millionen von Zugvögeln entlang der Atlantikküste um die Welt. Sie brüten in den arktischen Gebieten, und sobald es dort zu kalt wird, fliegen sie in den fernen Süden. Auf ihrem Weg kommen die Zugvögel am Wattenmeer vorbei. In diesem nährstoffreichen Gebiet können sich die Vögel ernähren und ausreichend für ihre weitere Reise ausruhen. Das Wattenmeergebiet ist eine wichtige Zwischenstation auf dem Weg in den warmen Süden. Die lange Reise, die sie zurücklegen, kostet nämlich viel Energie, und das Wattenmeer bietet den Vögeln alles, was sie brauchen, um eine Pause einzulegen, zu überwintern oder zu brüten. Die Verantwortung, die das Wattenmeer für das Überleben der Zugvögel auf globaler Ebene trägt, hat unter anderem dazu beigetragen, dass es nun auf der UNESCO-Liste des Weltkulturerbes steht. Dadurch erhält das Wattenmeer den Status und die Aufmerksamkeit, die es verdient, und so sorgen wir dafür, dass dieses wunderschöne Gebiet mit all dem, was es zu bieten hat, nicht verloren geht.
Drei Stammgäste der Wattenmeerregion
Der Austernfischer, der Löffler und die Brandgans: Stammgäste im Wattenmeergebiet. Diese Zugvögel wirst du heute kennenlernen. Lies unten alles über diese besonderen Abenteurer. Finde heraus, woran du die Vögel erkennen kannst und wo du sie mit eigenen Augen bewundern kannst. Über den Austernfischer wirst du etwas mehr lesen; es ist nämlich das Jahr des Austernfischers!
Scholekster
Dieser schwarz-weiße kleine Vogel ist an seinem langen orangeroten Schnabel und seinen rosa Beinen zu erkennen. Mit einer Flügelspannweite von 72–83 cm fliegt dieser kleine Vogel um die ganze Welt. Auf seinem langen Weg in den Süden überwintert er im Wattenmeer- und Deltagebiet, mit dem Endziel Südwesteuropa oder Afrika. Während ihres Aufenthalts im Wattenmeer ernähren sie sich gerne von allerlei Schalentieren wie Miesmuscheln, Herzmuscheln und Herzmuscheln. Auch Würmer, Krabben, Garnelen und Insekten stehen auf dem Speiseplan dieses Vögelchens. Je nach der Nahrung, die der Austernfischer zu sich nimmt, kann sein Schnabel unterschiedlich aussehen. Wenn er im Winter nach Muscheln sucht, bekommt er einen stumpfen Schnabel, da er diesen wie einen Meißel einsetzt. In den Sommermonaten wird sein Schnabel spitzer, weil er dann nach Engerlingen und Würmern sticht. Möchtest du nun selbst einen Austernfischer bewundern? Man begegnet ihnen vor allem auf Salzwiesen und regional auch in Poldern mit einer Abwechslung aus Gras- und Ackerland. Vor allem zwischen Februar und Juli hält sich der Austernfischer in unserem Land auf. Wenn du plötzlich ein schrilles und lautes „(te-)piet!“ hörst, ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass du dich in der Nähe dieses Weltreisenden befindest!
Löffler
Lerne den Löffler kennen! Ein großer weißer Vogel mit einer wunderschönen herabhängenden Haube und einem langen, löffelförmigen Schnabel. Seinen bemerkenswerten Schnabel nutzt er, um Beutetiere zu fangen. In seinem Schnabel befindet sich eine Art Siebmembran, die zusammen mit seinen Nerven dafür sorgt, dass ihm keine Beute entkommt. Mit seinen langen Beinen läuft er durch seichtes Wasser auf der Suche nach Stichlingen, Amphibien und Insekten, die am Wasser herumschwirren. Am liebsten verbringen sie ihre Zeit an feuchten Orten wie Inseln, Salzwiesen, Dünentälern und im Schilf der Sümpfe. Im Winter zieht dieser besondere Vogel von Sumpf zu Sumpf in Richtung Westafrika, und ab Februar/März kann man ihn in den Niederlanden wieder bewundern. Beobachtungstipp: Im August und September ist er im Wattenmeer- und Deltagebiet nicht zu übersehen.
Brandgans
Ursprünglich lebt diese schwarz, weiß und grau gefärbte Gans auf Hügeln und Klippen in unwirtlichen Gegenden wie Spitzbergen, Grönland und Nordrussland. Heutzutage begegnet man ihr auch im Wattenmeer. Die ziehenden Brandgänse fliegen aus dem hohen Norden in das Wattenmeergebiet, um hier die Wintermonate zu verbringen. Hier mischen sie sich unter die nicht ziehenden Brandgänse. Mit ihrer vielfältigen Natur bieten die Watten den Gänsen alles, was sie brauchen: lange, weitläufige Grasflächen, Äcker, Weiden und vieles mehr. Hier können sie so viel Gras und andere Pflanzenteile fressen, wie sie wollen. Möchtest du die Brandgänse live sehen? Das ist möglich! Gute Orte dafür sind die friesische IJsselmeer-Küste und das Lauwersmeer. Wenn du plötzlich das Bellen eines Hundes hörst, täusche dich nicht: Es könnte durchaus eine Brandgans sein.
Möchtest du selbst Vögel beobachten? - Entdecken Sie Vogelbeobachtungsplätze im Wattenmeer
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