ENTDECKE DAS MILITÄR ERBE VON VLIELAND

Bereits 1666 wurde Vlieland mit der Gewalt des Krieges konfrontiert. Während des Zweiten Englisch-Niederländischen Krieges griff eine englische Flotte etwa 150 niederländische Handelsschiffe an. Bei dieser vergessenen Katastrophe starben mindestens 2000 Menschen. Während des Zweiten Weltkrieges haben die Deutschen ihre Spuren in der Wattenlandschaft hinterlassen. In den Dünen befindet sich noch eine komplette Bunkerstellung, die Stellung 12H. Auf einer Exkursion erfahrt ihr, wie das Leben in diesem Komplex ausgesehen hat.

  • Wattenmeerzentrum De Noordwester

    Bei De Noordwester findet ihr Wrackfunde aus längst vergessenen Kriegen.

  • Kriegsdenkmal Vlieland

    Friedhöfe erzählen Geschichten. Wie die Jahreszahlen auf den Steinen der während des Zweiten Weltkrieges gefallenen Soldaten.

  • Expo Meteo Vlieland

    Besucht den alten Meteo- turm im Militärlager auf Vlieland und seht euch die Ausstellung alter meteorologischer Instrumente an.

  • Der Käsebunker auf Vlieland

    Probiert den einzigen echten Bunkerkäse, hergestellt in einem Überrest des Atlantikwalls.

  • Museum Tromp’s Huys

    Entdeckt die eindrucksvolle maritime Vergangenheit Vlielands im ältesten Gebäude der Insel.

Gefangen auf der kleinsten Watteninsel der Niederlande

Während des Krieges kam der deutsche Besatzer mit aller Macht nach Vlieland. Mehr als 1000 Deutsche standen nur 500 Inselbewohner gegenüber. Die Vlielander waren buchstäblich auf ihrer Insel gefangen.

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Ein großer Eingriff in eine kleine Wattenlandschaft

Im Sommer 1940 besetzte Deutschland die gesamte westeuropäische Küste. Strategische Standorte wurden verteidigt. Die An- und Abflugrouten der britischen Bomber auf ihrem Weg nach Deutschland verliefen hauptsächlich über den nördlichen Niederlanden. Von dieser Frontlinie aus konnten die Bomber bereits über den Niederlanden abgefangen und abgeschossen werden. Vlieland, so klein die Insel auch war, war ein Teil davon.

Auch die Küstenregion wurde verstärkt, um eine mögliche alliierte Invasion vom Meer aus abwehren zu können. Die gesamte westeuropäische Küste sollte zu einer uneinnehmbaren Festung werden. Nach Ansicht der Deutschen war es jedoch unwahrscheinlich, dass die niederländische Küste als Landeküste für einen Angriff der Alliierten genutzt werden würde. Der Vliestroom, zwischen Vlieland und Terschelling, war eine befahrbare Route für feindliche Schiffe und musste verteidigt werden. Diese Situation und die Landschaft bestimmten, wo die Deutschen schließlich ihre Verteidigungspunkte errichteten.

SICHTBARKEIT nach TEXEL

Auf der Ostseite der Insel hatte die niederländische Marine 1917 bereits eine Stellung gebaut. Diese erweiterten die Deutschen auf insgesamt 56 Bauten. Im am westlichsten gelegenen Dünengebiet Vlielands wurde eine komplett neue Batterie gebaut. Dieser Dünenkomplex war durchschnittlich zehn Meter hoch. Von hier aus hatte man freie Sicht bis Texel und über den Rest der Insel. Deshalb wurden hier auch Radaranlagen installiert, um sich nähernde alliierte Flugzeuge so schnell wie möglich orten zu können.

Dünengebiete bildeten einen natürlichen Lebensraum für die Bunker des Atlantikwalls. Baugruben konnten hier schnell ausgehoben und anschließend auch schnell Beton gegossen werden. Danach wurde alles mit Sand überschüttet. Das
Dünengebiet war also ein Vorteil, da Bunker hier nicht nur schnell gebaut, sondern auch getarnt werden konnten. Die Landschaft barg jedoch auch zahlreiche Nachteile für die Deutschen. Die Westbatterie lag mehr als zehn Kilometer vom Dorf entfernt in einem treibenden Dünengebiet. Die Anlieferung von Material war daher problematisch.

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57 bauwwerke

Um die Materialversorgung zu erleichtern, wurde der bestehende Sandweg gepflastert. Auch heute könnt ihr im Dünengebiet noch einige dieser Bunkerwege finden. Trotz der widrigen Umstände gelang es den Deutschen auch hier, innerhalb von zwei Jahren mehr als 57 Beton- und Steinbauten zu errichten. Mit dem Bau der verschiedenen Stellungen fand ein schwerer industrieller Eingriff in
die bestehende Wattenlandschaft von Vlieland statt. Und das ist auch heute noch an verschiedenen Orten zu sehen.

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