Willibrordusdobbe
Nes
Unmittelbar oberhalb des Dorfes Nes auf Ameland befindet sich eine ehemalige heilige Quelle der heidnischen Friesen. Im alten Friesland galten Quellen als sakrale Kraftorte.
Schau doch schon mal rein
Ameland hieß vor der Einführung des Christentums „Fostaland“, benannt nach der Göttin Fosta. Dieser Name ist hier und da auf der Insel noch anzutreffen.
Das Wasser in diesem Teich war Fosite geweiht, dem blonden Gott des Rechts aus der germanischen Mythologie. Auch das umliegende Land und das dort weidende Vieh galten als heilig.
Während eines Sturms im Jahr 698 strandete ein Schiff des Mönchs Willibrord auf der Insel. Er hatte vergeblich versucht, die Dänen zum Christentum zu bekehren, und war auf dem Rückweg nach Utrecht. Willibrord taufte dort einige Schüler in der Quelle und schlachtete heilige Kühe. Die Inselbewohner waren darüber furchtbar verärgert und brachten Willibrord und seine Anhänger zu ihrem König Redbad. Einer von ihnen wurde getötet, und Willibrord musste die Insel verlassen.
Dieser Teich heißt heute Willibrordusdobbe. Das idyllische Gewässer liegt im Erholungsgebiet „De Vlijen“ und ist mittlerweile von Bäumen und Schilf umgeben. Man läuft leicht daran vorbei, da es etwas abseits der Straße liegt.
Eine Statue der Göttin Fosta ist Teil der Sammlung des Rijksmuseums in Amsterdam. Die Statue wurde kurz nach der Christianisierung von Ameland vom damaligen Bischof von Utrecht entfernt, der genug von der heidnischen Götzenverehrung in Friesland hatte.
Hier findest du Willibrordusdobbe
Duinlandsweg9163 KG Nes Planen Sie Ihre Route nach Willibrordusdobbe