Der „Tobbedanser“
Harlingen
Die Harlinger werden neben „Ouwe Seunen“ auch „Tobbedansers“ genannt. Der Name bezieht sich auf die Tätigkeiten der Mennoniten. Viele Mennoniten mussten fliehen. In Friesland ließen sie sich vor allem in den Küstenorten nieder.
Schau doch schon mal rein
Der „Tobbedanser“: eine Hommage an den Stolz
von Harlingen Am Rande der historischen Innenstadt von Harlingen steht eine besondere Bronzestatue: der „Tobbedanser“. Dieses Kunstwerk ist eine Hommage an ein fast vergessenes Handwerk und eine Anspielung auf den Spitznamen der Harlinger selbst. Wussten Sie, dass die Einwohner der Stadt auch „Tobbedanser“ genannt werden?
Der Name entstand im 17. Jahrhundert, als Harlingen ein Zufluchtsort für Menschen war, die anderswo wegen ihres Glaubens verfolgt wurden. Viele dieser Neuankömmlinge waren Stofffärber. Sie arbeiteten in großen, hölzernen Bottichen – „Tobbes“ –, die mit Indigofarbe gefüllt waren. Um die Farbe gleichmäßig zu verteilen, stampften sie mit ihren nackten Füßen auf die Stoffe, als würden sie einen schweren, rhythmischen Tanz aufführen.
Diese schwere und präzise Arbeit verlieh der Stadt ihren inoffiziellen Spitznamen. Und dieser wird noch immer mit Stolz getragen, als Symbol für die harte Arbeit und die Widerstandsfähigkeit der Stadt.
Handwerk und Kunst
Die von Bert Kiewiet geschaffene Bronzeskulptur steht auf einem robusten Sockel aus Basaltstein, der an die Deiche von Harlingen erinnert. Sie wurde der Stadt 1999 vom Rotary Club Harlingen gestiftet. Sie zeigt keinen Helden oder berühmten Seefahrer, sondern eine alltägliche Figur aus der Vergangenheit, kraftvoll in ihrer Einfachheit.
Der „Tobbedanser“ erinnert uns daran, dass Harlingen durch die kleinen Geschichten von Handwerkskunst und Entschlossenheit groß geworden ist, die einen ebenso großen Teil der Stadt ausmachen wie der Wind und das Wasser.
Hier findest du Den „Tobbedanser“
Alte Ringmauer bei der Prins-Hendrik-BrückeHarlingen Planen Sie Ihre Route zum „De Tobbedanser“