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Seegraszucht „The Fieldwork Company“

Lauwersoog

Seegras ist ein wichtiges Glied im Ökosystem des Wattenmeeres. Es dient als Kinderstube für Jungfische, hilft bei der Sedimentfestsetzung und erhöht die Artenvielfalt auf den Wattflächen, auf denen es wächst. Seit 2011 wird wieder systematisch daran gearbeitet

Schau doch schon mal rein

Seegras ist ein wichtiges Glied im Ökosystem des Wattenmeers, ein sogenannter „Biobauer“. Es dient als Laichplatz für junge Fische, hilft bei der Sedimentbindung und erhöht die Artenvielfalt auf den Wattflächen, auf denen es wächst. 

In den Niederlanden ist das Seegras im Wattenmeer seit den 1930er Jahren verschwunden; Ursache dafür war sowohl ein weltweiter Ausbruch eines Wasserpilzes als auch die Eindeichung der Zuiderzee – diese beiden Faktoren führen dazu, dass wir seitdem überhaupt kein dauerhaft unter Wasser wachsendes Seegras mehr haben, sondern nur noch vereinzelte kleine Bestände auf den trockengefallenen Wattflächen. Im (internationalen) Wattenmeer sprechen wir von zwei Seegrasarten: dem Großen Seegras (Zostera marina) und dem Kleinen Seegras (Zostera noltii). Im Norden Deutschlands und in Dänemark gibt es im Wattenmeer noch größere Bestände beider Arten.

Seit 2011 wird wieder gezielt an der Wiederherstellung des Seegrasbestands im Wattenmeer gearbeitet – und das mittlerweile mit Erfolg: Bei der Insel Griend ist inzwischen eine Fläche von mehr als 1.200 Hektar mit Großem Seegras bewachsen, das entspricht mehr als 2.000 Fußballfeldern zusammen! Die Samen werden derzeit noch in freier Natur im Wattenmeer geerntet. Um die natürlichen Seegraswiesen nicht durch die Ernte zu belasten, wird hier an der Züchtung von Seegras gearbeitet, mit dem Ziel, so viele Pflanzen und Samen wie möglich für die ökologische Wiederherstellung des Wattenmeeres zu produzieren. 

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