Garnelen – Fischereidenkmal Termunterzijl
Termunterzijl
Termunterzijl war früher ein bedeutendes Fischerdorf, vor allem für den Garnelenfang. Um 1970 gab es dort 30 Schiffe mit eigener Fischauktion. Im Laufe der Jahre schrumpfte die Flotte und die Auktion verschwand. Heute erinnern nur noch das Fischereimuseum und dieses Denkmal an
Schau doch schon mal rein
Termunterzijl war früher ein echtes Fischerdorf. Der mit Abstand wichtigste Wirtschaftszweig war der Garnelenfang. In der Blütezeit – um 1970 – gab es eine Fischereiflotte von bis zu dreißig Schiffen und eine eigene Fischauktion. Dabei handelte es sich vor allem um Speisegarnelen, aber es gab auch einen Markt für kleine Garnelen – „Puf“ –, die zu Viehfutter verarbeitet wurden. Die Garnelenfischerei schuf auch Arbeitsplätze an Land, beispielsweise in Garnelentrocknungsbetrieben und Hausschälereien.
In den 1980er Jahren kam es zu einem stetigen Abbau der Flotte. Viele Fischer (und deren Söhne) entschieden sich für eine Arbeit an Land, in der aufstrebenden Industrie in Delfzijl. Auch die Fischauktion verschwand. In den 1990er Jahren gab es nur noch fünf Fischereifahrzeuge, und 2001 verließ der letzte Garnelenkutter den Hafen.
Heute erinnern nur noch das Fischereimuseum und ein Fischereidenkmal an diese Vergangenheit. Das Denkmal stellt einen Mast dar, an dem das in der Garnelenfischerei verwendete Fanggerät befestigt ist. Es ist zum Gedenken an diejenigen errichtet worden, die bei der Fischerei ihr Leben verloren haben. Vor dem Mast steht ein Bug, in den ihre Namen eingearbeitet sind. Das Besondere an diesem Denkmal ist, dass neben den ums Leben gekommenen Fischern auch die Namen der vier Besatzungsmitglieder des deutschen Rettungsbootes „Adolf Bermpohl“ aufgeführt sind, die bei ihrem Versuch, die Besatzung der TM 1 zu retten, selbst ihr Leben verloren haben.
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