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Familie van der Werff

Oude Bildtzijl

Ytzen Pieter steht in der Wohnküche und schaut nach draußen. Die Hitze wabert über dem Land. „Man sieht, wie es jetzt jeden Tag wächst“, sagt Anneke, die gerade die jüngsten Kinder für ein Mittagsschläfchen ins Bett gebracht hat.

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(Die Audio-Geschichte kann im Medienbereich angehört werden) 

Ytzen Pieter steht in der Wohnküche und schaut nach draußen. Die Hitze wabert über dem Land. „Man sieht, wie es jetzt jeden Tag wächst“, sagt Anneke, die gerade die jüngsten Kinder für ein Mittagsschläfchen ins Bett gebracht hat. Die Kartoffelpflänzchen der Nachbarn sind diese Woche gerade aus dem Boden gekommen. „Wie findest du das?“, fragt Ytzen Pieter und schiebt ihr eine Liste mit Ideen für den Namen der neuen Sorte zu. „Irgendetwas mit einem ‚r‘, oder?“, sagt Anneke. Der Name muss vor allem in den Ländern, in die die Sorte exportiert wird – wie zum Beispiel Syrien –, gut klingen. Frühere Sorten des Züchtungsbetriebs, den er gemeinsam mit seinem Vater betreibt, wurden deshalb beispielsweise „Farida“ und „Aurum“ getauft.

Ytzen Pieter seufzt. Manchmal denkt er daran, damit aufzuhören, mit der Züchtung. Es ist so viel Arbeit und erfordert erhebliche Investitionen. Und erst nach etwa zehn Jahren ist eine Kreuzung möglicherweise gut genug, um auf den Markt zu kommen. Doch als er letzte Woche einen Mitarbeiter der HZPC fragte, wie es laufe, sagte dieser: Mach auf jeden Fall weiter. 

Sein Blick schweift nach draußen. Wenn der Wind heute Abend nachlässt, wird er Kali ausbringen. Das Mineral sorgt unter anderem dafür, dass sich die Knolle weniger blau verfärbt. Zunächst muss er entscheiden, welches Mittel gegen Phytophthora er bestellen wird – jene Kartoffelkrankheit, die vor allem in feuchten Sommern zu Fäulnis, Absterben und brauner Verfärbung führen kann. Er möchte es noch vor dem Wochenende im Haus haben. Es gibt verschiedene Optionen hinsichtlich Wirkstoffgehalt, Kosten und Menge. Er denkt nach, kritzelt ein paar Berechnungen auf einen Zettel.

Ein Klopfen an der Tür. „Ja, hereinspaziert!“, sagt Ytzen Pieter, ohne aufzublicken. Er muss nur noch die Berechnung fertigstellen. „Was sollen wir jetzt machen?“ Der Praktikant und die Ferienaushilfe haben gerade nichts zu tun. Er hatte sie die Setzlinge mit Glyphosat besprühen lassen, aber da die Sonne zu stark scheint, hat das keinen Sinn. Die Pflanze nimmt den Wirkstoff nicht auf. „Hast du deinen Praktikumsbericht schon fertig?“, fragt er. Er möchte den Studenten der landwirtschaftlichen Ausbildungsgänge immer etwas beibringen, das gehört als anerkannter Ausbildungsbetrieb auch dazu. Er selbst beschäftigt sich auch viel mit neuen Entwicklungen, vor allem was die Bodenverbesserung angeht. Deshalb ist er auch Mitglied der Stiftung „Veldleeuwerik“, die sich auf eine zukunftssichere Lebensmittelproduktion konzentriert. Außerdem hat er im vergangenen Jahr einen Kurs zum ökologischen Landbau besucht, um zu prüfen, ob er Elemente davon auf seinen eigenen Feldern anwenden kann.

„Was tust du, um den Boden zu verbessern?“, fragt der Praktikant wenig später. Ytzen Pieter erzählt von niedrigem Reifendruck und dem richtigen Zeitpunkt, um auf die Felder zu fahren. Vom Kuhmist, der besser vom Urin getrennt werden kann, aber dass solche Veränderungen nur langsam voranschreiten. „Der Boden ist wie ein Körper. Je besser man sich um ihn kümmert, desto widerstandsfähiger ist er.“

Diese Geschichte ist Teil der Route „Bildtstars und Eigenheimers“ von Sense of Place

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