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Das Wattendorf Ezinge

Ezinge

Ezinge wurde durch Ausgrabungen von Überresten aus der Zeit von 600 v. Chr. bis zum fünften Jahrhundert n. Chr. bekannt. Ein „Wierde“ ist ein künstlicher Hügel, auf dem die Menschen früher ihre Häuser bauten, um sie vor dem Wasser zu schützen.

Schau doch schon mal rein

Ezinge wurde durch die Ausgrabungen des Archäologen A. E. Van Giffen in den 1920er- und 1930er-Jahren international bekannt. Bei diesen Ausgrabungen wurden die Überreste von 85 Bauernhöfen und 60 Nebengebäuden aus der Zeit von 600 v. Chr. bis zum 5. Jahrhundert n. Chr. gefunden. Besonders bemerkenswert war der Fund eines goldenen Schwertknaufs aus Ezinge aus dem 7. Jahrhundert. Dieser ist vergleichbar mit dem aus dem Königsgrab von Sutton Hoo in England.

Dass hier so viele wertvolle Funde gemacht wurden, ist zum großen Teil der Tatsache zu verdanken, dass das Dorf auf einer Warde errichtet wurde. Das ist ein künstlicher Hügel, der aufgeschüttet wurde, um den Bewohnern Schutz vor dem Meerwasser zu bieten. Durch Düngung nahm die Höhe im Laufe der Jahrhunderte immer ein wenig zu. So bildeten die verschiedenen Besiedlungsschichten eine archäologische Schatzkammer. Nach der Einführung von Deichen wurden viele Warften abgetragen. Die Warft von Ezinge ist noch erhalten geblieben.

Im Museum Wierdenland erfährt man viel über die Entstehung dieser Warften.

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