Getreide- und Schälmühle Ceres Spijk
Spijk
Zusammen mit der Kirche aus dem 13. Jahrhundert bildet die Mühle „Ceres“ einen wesentlichen Teil des denkmalgeschützten Dorfbildes von Spijk. Lange Zeit gab es im Dorf sogar zwei Mühlen – sie standen nebeneinander.
Schau doch schon mal rein
Ceres ist eine achteckige Stellingmühle. Die „Stelling“ ist der hölzerne Laufgang auf einem (meist) steinernen Sockel. Stellingmühlen sind daher bis zu 12 Meter höher als Bodenmühlen. Bodenmühlen sind Mühlen, deren Flügel fast den Boden berühren. Stellingmühlen findet man meist in bebauten Gebieten. Dort ist schließlich mehr Höhe erforderlich, um genügend Wind einzufangen. Bodenmühlen stehen auf offenem Feld.
Reetdach
Eine Besonderheit: Die Mühle „Ceres“ hat noch ein Reetdach. Die meisten Groninger Getreide- und Schälmühlen sind (heute) mit Brettern oder Dachpappe gedeckt. Auch der sieben Meter hohe Unterbau aus Holz ist selten. Die meisten Groninger Mühlen haben einen Unterbau aus Ziegelsteinen.
Stiepen
Auch etwas Besonderes: Diese Getreidemühle steht auf „Stiepen“, sodass man darunter hindurchschauen kann. Dies ist ein Baustil, der vor allem bei den sogenannten „Grundsegler“-Mühlen in Zeeland anzutreffen war.
Ein wunderschönes Sammelsurium
Der Baustil der Ceres-Mühle weicht ziemlich stark von dem anderer Mühlen in der Provinz Groningen ab. Vielleicht liegt das an der Wiederverwendung von Materialien aus anderen Gebäuden. Für den Bau wurden nicht nur Teile einer abgerissenen Mühle aus Uithuizen verwendet, sondern auch Abbruchholz der Schiffsabwrackwerft Hammingh in Garnwerd. So sind beispielsweise in den Gittertüren von Ceres deutlich die Kabinentüren eines hölzernen Segelschiffs zu erkennen.
Samstagnachmittags ist die Mühle in den ungeraden Wochen von 13:00 bis 17:00 Uhr geöffnet.
Die Mühle Ceres ist seit 2007 im Besitz von „Het Groninger Landschap“.
Hier findest du Getreide- und Schälmühle Ceres Spijk
't Loug 159909 AB Spijk Planen Sie Ihre Route zur Getreide- und Schälmühle Ceres Spijk