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Prins Hendrikzanddijk

Den Hoorn

Mit dem Bau des Prins-Hendrik-Sanddeichs entsteht 200 Hektar neue Natur an einem dynamischen Ort im Wattenmeergebiet.

Schau doch schon mal rein

Mit dem Bau des Prins-Hendrik-Sanddeichs entsteht 200 Hektar neue Natur an einem dynamischen Ort im Wattenmeergebiet. Von der Südspitze von Texel aus werden die Dünen sozusagen noch kurz um die Ecke geführt und treffen dort auf die Wattenmeernatur aus Schorren, Slicks und Sandbänken. Die harte Grenze des aus dem 19. Jahrhundert stammenden Prins-Hendrik-Polders erhält so einen wunderschönen natürlichen Übergang zur Wattenmeerlandschaft. Die neue Düne wird auf der Meerseite des bestehenden Deiches entstehen und dafür sorgen, dass der Prins-Hendrik-Polder auch in Zukunft über einen sicheren Hochwasserschutz verfügt. Die Düne wird dabei nicht höher sein, als es die Anforderungen an den Hochwasserschutz erfordern. Das bedeutet, dass die Höhe der Dünenkette zwischen 8 und 9,50 Metern über NAP variiert. Dadurch bleibt vom Deichkranz aus über die Dünen hinweg die Sicht auf das Wattenmeer erhalten. 

An drei Stellen wird eine besondere Verbindung zwischen den Dünen und der Landschaft hinter dem Deich hergestellt. An der Südseite des neuen Naturschutzgebiets, bei „’t Horntje“, schließt sich die Düne über ein Plateau an den Deich und die Vorlandbefestigung an. Hier wurde direkt während der Bauarbeiten ein Aussichtspunkt (Erlebniszentrum) eingerichtet, um den spektakulären Prozess des Aufschüttens des Sandes aus nächster Nähe beobachten zu können. Gegenüber der Prins-Hendrik-Pumpstation entsteht ein Dünental. Dieses Tal fängt möglicherweise verwehten Sand auf und bietet vom Balkon bei der Pumpstation aus einen schönen Ausblick. Auch beim Cerespolder wird zwischen Deich und Düne Platz für ein kleines Tal freigehalten. Die Düne selbst wird hier ebenfalls höher, mit einigen Dünenkuppen von 11 Metern Höhe, als Umgebung für den neuen Aussichtspunkt für Vogelbeobachter. Durch diesen Teil des Dünengebiets verläuft ein mit Muscheln gepflasterter Wanderweg, der Zugang zum Aussichtspunkt bietet und an den Wanderweg rund um den Cerespolder anschließt.

Auf der Seite des Wattenmeers gehen die Dünen mit einer Zone aus Salzwiesen, Schlickflächen und Strand allmählich ins Meer über. Am Strand werden „Poffertjes“ aus besonders feinem Sand angelegt, die sogenannten Benthos-Bänke. Dieser Sand verteilt sich unter dem Einfluss von Wind und Wasser und bildet so einen guten Lebensraum für die Nahrungssuche von Watvögeln wie Stelzenläufern.

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