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Kalkofen

Zoutkamp

An der Hellingstraat steht eine Nachbildung eines Kalkofens. Er wurde 2015 von der Stiftung „Historische Visserij Zoutkamp“ von Menschen aus dem Wiedereingliederungsprogramm erbaut.

Schau doch schon mal rein

An der Hellingstraat steht eine Nachbildung eines Kalkofens. Er wurde 2015 von der Stiftung „Historische Visserij Zoutkamp“ von Menschen aus dem Wiedereingliederungsprogramm erbaut.

In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts gab es in Zoutkamp zwei Kalköfen, die zusammen eine sogenannte Kalkbrennerei bildeten. Um 1900 prägten die charakteristischen Formen dieser Öfen zusammen mit der reformierten Kirche maßgeblich die Silhouette des Dorfes. Anfangs ging es in Zoutkamp um die Lieferung von Muscheln an verschiedene Kalkbrennereien anderswo im Norden der Niederlande. Die Muschelfischerbetriebe schütteten Schiffsladungen voller Muscheln, vor allem Herzmuscheln, in großen Haufen an den Ufern des Hunsingokanals ab. 

In den 1860er Jahren errichtete der Unternehmer Woldringh aus De Zoutkamer vor Ort zwei Kalköfen. Zuvor hatte Woldringh bereits eine Portlandzementfabrik und eine dampfbetriebene Holzsägemühle gebaut. In den Kalköfen wurden aus der Lauwerssee und dem Wattenmeer gefischte Muscheln gebrannt und anschließend mit Wasser zu Löschkalk verarbeitet, der sich für Mörtel, Putz und andere Anwendungen eignete. 

Noch immer ist die Muschelfischerei ein Wirtschaftszweig in Zoutkamp. Der Muschelsauger „De Vertrouwen“ der Firma Rousant legt noch regelmäßig an der Reitdiepskade an, um Muscheln zu entladen. Die Muscheln werden nicht mehr für Mörtel verwendet, sondern dienen hauptsächlich der Isolierung und Feuchtigkeitsregulierung von Häusern sowie der Befestigung von Radwegen.

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