Wanderroute Nationalpark Schiermonnikoog
Schau doch schon mal rein
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Schiermonnikoog ist eines der wenigen Gebiete in den Niederlanden, in denen die Natur die Landschaft weitgehend prägt. Wind und Meer geben den Ton an. Den Prozess des Sandverwehens und der wachsenden Dünen kannst du mit eigenen Augen beobachten. Bei einer Wanderung durch den Nationalpark Schiermonnikoog lernst du diese Dynamik der Natur sowie die zahlreichen Pflanzen und Tiere kennen, die dort leben.
Das erwartet Sie
Beschreibung
Sehenswürdigkeiten unterwegs:
1 – Westerplas Der Westerplas ist einer der wenigen Orte auf der Insel mit Süßwasser. Der See entstand in den 1960er Jahren nach dem Bau des Sanddeichs und des Dünenstreifens an der Westseite von Schiermonnikoog. Auf und rund um den See herrscht reges Vogeltreiben, das man von der etwas weiter entfernten Beobachtungshütte aus sehr gut beobachten kann. Im Herbst machen Wasserrallen auf ihrem Weg nach Süden hier Rast, um neue Kraft zu tanken. Man wird sie wahrscheinlich nicht sehen. Aber wenn man glaubt, ein quiekendes Ferkel zu hören, dann ist es mit Sicherheit eine Wasserralle.
2 – Das Rif Zu Ihrer Linken sehen Sie eine riesige Ebene: das Rif. Hier lag bis ins 18. Jahrhundert das Dorf. Heute wimmelt es dort bei Flut von Watvögeln. Außerdem gibt es dort sehr viel Queller, der im Herbst eine wunderschöne rote Farbe annimmt. In dieser Jahreszeit sind die Sträucher rechts vom Weg, wie zum Beispiel der Sanddorn, voller Beeren. Zugvögel auf dem Weg zu wärmeren Sträuchern strömen in Scharen dorthin.
3 – Dünen-Täler
In den Tälern, durch die du gerade wanderst, blühen im Mai und Juni das Hundsveilchen, der Spanische Reiter und Orchideen in voller Pracht. Diese typischen Dünenpflanzen wachsen hier wieder, weil Natuurmonumenten Bäume und Sträucher entfernt hat. Dünenmulden sind Stellen, die früher regelmäßig vom Wind bis zum Grundwasser freigeweht wurden, wodurch dort ganz besondere Pflanzen wuchsen. In den letzten Jahrzehnten sind dort viele Düngemittel hingeweht worden. Ohne Eingriffe würde sich dort ein Wald bilden.
4 – Seehunde Auf den Sandbänken vor der Küste sieht man oft Seehunde liegen. Es ist kaum noch vorstellbar, dass wir diese wunderschönen Tiere beinahe verloren hätten. Mittlerweile leben wieder etwa 7.000 Seehunde und Kegelrobben im Wattenmeergebiet. Der Strand wird hier „grüner Strand“ genannt, da er vollständig bewachsen ist. Im Sommer leuchtet er rosa durch das Englische Gras, später wird er weiß durch die Parnassie.
5 – Junge Dünen Am Strand sieht man, wie neue Dünen entstehen. Manchmal sind es nur ein paar Halme Strandhafer, um die sich Sand ansammelt. Aber es gibt auch meterhohe Sandberge. Wenn sie bewachsen werden, bleiben sie möglicherweise bestehen, oft spült das Meer sie bei einem heftigen Sturm wieder weg. Außerdem wird alles Mögliche an den Strand gespült. Müll, aber auch Muscheln, vor allem Schwertmuscheln. Bei gutem Nordostwind findet man manchmal Nordkromp (eine große, schwarze Muschel) oder Bernstein (fossiles Harz).
6 – Bunker-Museum Der Förster Cees Soepboer von „Natuurmonumenten“ hat in einem Bunker gleich hinter dem Strandpavillon „De Marlijn“ ein Museum über die Geschichte von Schiermonnikoog während des Zweiten Weltkriegs eingerichtet. Vom 17. Februar bis einschließlich 31. Dezember ist das Museum mittwochs und samstags von 13:00 bis 16:00 Uhr geöffnet, vom 1. Januar bis einschließlich 16. Februar nur sonntags von 13:00 bis 16:00 Uhr.“
7 – Ab in den Wald Von der Weite des Strandes gelangst du nun plötzlich in die Abgeschiedenheit des Waldes. Der damalige Eigentümer der Insel, der deutsche Graf von Bernstorff, hat ihn vor hundert Jahren angepflanzt. Er entschied sich für die Korsische Kiefer, da diese der salzigen Meeresbrise gut standhält. Viele Bäume sterben nun ab. Das lässt sich auch an der großen Anzahl von Kiefernkillerpilzen erkennen, die auf geschwächten Nadelbäumen gedeihen.
8 – Ziel Du bist nun wieder am Besucherzentrum angekommen, dem Endpunkt der Wanderung.