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Gemeinde Hollands Kroon über regenerative Erholung

Freizeit, die etwas zurückgibt: die Perspektive von Hollands Kroon

Wir haben uns mit Robert Leever unterhalten, dem Beigeordneten für Wirtschaft und Allgemeines Wohlergehen der Gemeinde Hollands Kroon, zu dessen Aufgabenbereich unter anderem Freizeit und Tourismus gehören. Wir fragten ihn, wie die Gemeinde Hollands Kroon die Entwicklung regenerativer Freizeitgestaltung sieht, warum es wichtig ist, dass die Freizeitgestaltung mehr zurückgibt, als sie nimmt, und welche Initiativen und Chancen er für die Zukunft sieht. Seine Perspektive zeigt, wie regeneratives Denken zunehmend zu einem logischen Ausgangspunkt für Politik und Zusammenarbeit im Wattenmeergebiet wird.

Lesezeit: ca. 4 Minuten

Regenerative Erholung als logische Entwicklung

Laut Stadtrat Leever passt regenerative Erholung ganz selbstverständlich zur Art und Weise, wie sich Hollands Kroon entwickelt. Er beobachtet, dass es bei der Erholung in der Region zunehmend um Ruhe, Erlebnis und Verbundenheit mit der Umgebung geht. Die Landschaft bildet dabei den Ausgangspunkt. „Mit dem Wattenmeer, den Poldern, den Dörfern und der Fischereitradition haben wir hier ein Gebiet, das dazu einlädt, einen Gang herunterzuschalten“, sagt Leever. „Regenerative Erholung passt zu dem, was Hollands Kroon bereits ausstrahlt: Weite, Ruhe und eine starke Geschichte der Landschaft.“

Gleichzeitig betont Leever auch, dass Erholung in einem so empfindlichen Gebiet wie dem Wattenmeergebiet Verantwortung erfordert. „Der Gemeinde ist es wichtig, dass Besucher nicht nur kommen, um zu genießen, sondern auch etwas zurückgeben.“ Regenerative Erholung ist ein Mittel, um bestehende Qualitäten zu stärken. Dieser Gedanke steht im Einklang mit der Art und Weise, wie in der Region bereits seit Jahren zusammengearbeitet wird. Fischer, Landwirte und andere Unternehmer suchen gemeinsam nach einem gesunden Gleichgewicht zwischen Natur und Wirtschaft, mit Blick auf ein starkes Wattenmeer und eine lebenswerte Landschaft.

 

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Von der Renaturierung bis zum Wissensaustausch

Die Gemeinde stellt fest, dass sich diese Denkweise inzwischen an verschiedenen Orten in der Praxis zeigt. Überall in Hollands Kroon entstehen kleine Initiativen, die bewusst mit Natur und Umwelt umgehen und Freizeitaktivitäten mit der Geschichte des Ortes verbinden. Auch wird immer häufiger bei Projekten zur Renaturierung zusammengearbeitet, bei denen lokale Akteure gemeinsam an einem Strang ziehen. Dabei fällt auf, dass sich die verschiedenen Sektoren immer leichter finden.

Landwirte, Fischer, Unternehmer und Anwohner teilen ihr Wissen und suchen gemeinsam nach einem Gleichgewicht zwischen wirtschaftlicher Aktivität und dem Schutz der Landschaft. So entstehen auch Initiativen, bei denen Fischer ihr Wissen mit Besuchern teilen, wodurch Freizeitaktivitäten nicht nur zu einem Erlebnis werden, sondern auch zum Verständnis für den Zusammenhang zwischen Natur, Arbeit und Wirtschaft im Wattenmeergebiet beitragen.

„ Lass dich von dem Ort leiten und arbeite mit den Menschen zusammen, die hier leben. “

Stadtrat Robert Leever

Chancen für eine zukunftsfähige Branche

Für die Zukunft sieht Leever vor allem Chancen, auf dem bereits Vorhandenen aufzubauen. Für ihn liegt die Zukunft in einer stärkeren Nutzung lokaler Stärken: der Arbeit mit lokalen Produkten, der Zusammenarbeit mit Menschen aus der Region und der Förderung zirkulärer Ideen in den Bereichen Freizeit und Tourismus. Gleichzeitig betont er, dass die Freizeitgestaltung immer besser auf den Rhythmus der Landschaft abgestimmt sein muss, damit Besucher die Region nicht belasten, sondern vielmehr stärken.

Den Kern seiner Botschaft fasst er einfach zusammen: „Lass den Ort den Weg weisen.“ Durch die Zusammenarbeit mit der Gemeinschaft und den Aufbau auf der Identität der Region entsteht laut Leever eine Freizeitgestaltung, die nachhaltig, sinnvoll und zukunftsfähig ist.

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