Das erste Mal Wattwandern: Erfahrungen und Tipps
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Wie ist es, zum ersten Mal auf dem Watt zu wandern? Isabel und Tamara begaben sich in Pieterburen mit einem Führer auf das Watt. Eine 2,5-stündige Tour, geeignet für Anfänger. Auf dieser Seite erfährst du, wie sie sich vorbereitet haben, was ihnen unterwegs begegnet ist und welche Tipps sie für alle mitbringen, die auch einmal durch den Schlick waten möchten.
Auf nach Pieterburen
Die Vorfreude beginnt bereits am Bahnhof Groningen. Tamara ist noch nie im Watt gewandert. Isabel schon, aber das ist lange her, auf einem Schulausflug. Viel Hilfe ist das nicht. Von dort aus fahren sie mit dem Zug nach Winsum und anschließend mit dem Bus nach Pieterburen. Der hält direkt vor dem Wattenwanderzentrum Pieterburen. „Die Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln ist ganz einfach. Man steigt direkt vor der Tür aus“, sagt Isabel.
Vorbereitung
Im Wattwanderzentrum angekommen, melden sich die Mädchen an. Sie erhalten einen Chip für Wattwanderschuhe, die sie ausleihen können. Danach: Kaffee und Apfelkuchen. Energie für später. „Erst Kuchen, dann Schluck. Perfekte Reihenfolge“, sagt Tamara. Dann versammelt sich die Gruppe, lernt den Guide kennen und es folgt der Outfit-Check. „Ohne gute Wattwander-Schuhe darfst du nicht mit“, sagt der Führer. Ideal also, dass man sie hier ausleihen kann. Da es 30 Grad warm ist, cremen sich Isabel und Tamara gut ein. Sie tragen kurze Sportkleidung. Die trocknet schnell und behindert nicht. Zeit, ins Watt zu gehen.
Auf ins Watt
Der Weg zum Wattenmeer führt über den Deich. Schafe im Gras, darüber strahlend blauer Himmel. Wunderschön! Auf dem Salzwiesengebiet erklärt der Guide, wie die Tour abläuft. Gut zu wissen: Sobald man auf dem Wattenmeer ist, kann niemand mehr alleine zurück. Danach geht es richtig los. Bei 30 Grad klingt das Wattwandern anstrengend, aber auf dem Watt weht genug Wind. Dadurch ist es gut zu bewältigen. Auf den ersten Metern auf dem Watt sinkt man ein wenig ein, rutscht ein bisschen und sucht sein Gleichgewicht. „Zuerst musste ich mich an den Untergrund gewöhnen. Danach fühlte es sich schnell vertraut an“, sagt Isabel. „Man muss sich bewusst machen, dass wir einfach über den Meeresboden laufen“, sagt Tamara.
„ Macht euch bewusst: Wir laufen einfach über den Meeresboden“,
Wattenbewohner
Mit einem Führer sieht man mehr. Wo zunächst vor allem grauer Schlamm liegt, entpuppt sich ein reges Leben. Kleine Krabben, größere Krabben, Wattwürmer und Mini-Fischchen. Unterwegs kommen sie an einem Reisdamm vorbei. Dieser bremst die Strömung, wodurch Schlick zurückbleibt und Salzwiesen entstehen. Eine Art Kinderstube für kleine Krabben. „Es ist schön zu wissen, was da alles unter den Füßen lebt“, sagt Isabel. „Wenn sich ein Wattwanderführer die Zeit nimmt, etwas zu erzählen, dann ist das wirklich eine Bereicherung.“
Zurück und abspülen
Nach etwa 2,5 Stunden läuft die Gruppe zurück in Richtung Deich. Die Beine sind voller Schlick und die Sonne brennt ordentlich. „Da schaltet man wirklich mal kurz auf Null“, sagt Tamara. „Man konzentriert sich nur darauf, zu laufen und darauf zu achten, wo man die Füße hinsetzt.“ Isabel läuft wie eine Gazelle über das Wattenmeer. Tamara tut sich dabei ab und zu etwas schwerer. Das sorgt vor allem für viel Gelächter. „Ich bin eben eine Heldin in Socken“, sagt Tamara. Unterwegs fragt sie, was Isabel am besten gefallen hat. „Dass es sich anfühlt, als wäre man weit weg von der zivilisierten Welt“, sagt Isabel. Hinter dem Deich spülen sie sich die Beine im Graben ab. Den Rest des Schlicks können sie zu Hause unter der Dusche abwaschen. Danach braucht es nicht mehr viel. Außer einem Teller Pommes.
Achtung: Wattenwandern darf man niemals alleine. Gehen Sie immer mit einem Führer und achten Sie auf geeignete Kleidung und Schuhe. Das Watt wirkt manchmal ruhig, ist aber nach wie vor Meeresboden. Gezeiten, Schlick und Wetter bestimmen, was möglich ist. Dies ist kein Strandspaziergang. Nachstehend erfahren Sie, was Sie vor Ihrem Ausflug wissen müssen.