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Land van De Ploeg

Das Groninger Wattenmeergebiet ist von inspirierender Schönheit. Das spiegelt sich in den vielen Galerien wider, manchmal sogar direkt beim Künstler zu Hause. Betrachten Sie diese wunderschöne Landschaft doch einmal mit den Augen eines Künstlers. So wie die Maler des Künstlerkreises „De Ploeg“, die vor 100 Jahren für eine spektakuläre Erneuerung in der Landschaftskunst sorgten.

Lesezeit: ca. 5 Minuten

Kunst im Wattenmeergebiet

Groningen ist die Heimat von „De Ploeg“. Im Jahr 1918 gründeten einige Künstler ein Kollektiv. Musiker, Schriftsteller, aber vor allem Maler. Sie nannten sich „De Ploeg“. Als Hommage an die Landschaft, aber vor allem, um zu signalisieren, dass es Zeit für etwas Neues war. Die Kunst in Groningen musste erst erschlossen werden. Die Mitglieder von „De Ploeg“ setzten Felder, Bäume und Wolken in Flammen. Grüne Himmel, violette Felder. Der Einsatz leuchtender Farben und Formen eröffnete einen völlig neuen Blick auf die Groninger Landschaft.

Im Groninger Museum findest du eine Dauerausstellung mit einigen Meisterwerken. Das Schönste an De Ploeg erlebst du jedoch, wenn du auf den Spuren der Künstler wandelst. Du erkennst die mäandernden Maren, die Wege, die sich schlängelnd über alte Warften und Deiche durch die Landschaft ziehen, und die Farben, die sich mit den Jahreszeiten wandeln. Eine weitläufige Landschaft mit fantastischen Wolkenhimmeln, vor denen sich die Warftdörfer mit ihren charakteristischen mittelalterlichen Kirchen deutlich abheben.

Groninger Mosaike

Die Landschaft war und ist die Inspirationsquelle für die Künstler von „De Ploeg“. Die Gründer Jan Altink, Johan Dijkstra und Jan Wiegers hielten die Farbenpracht in einem ganz eigenen Groninger Expressionismus fest. Später kam der Konstruktivismus mit streng geordneten geometrischen Formen von Wobbe Alkema und Jan van der Zee hinzu, die übrigens später beide auch in anderen Stilen malten.

Auf der Groninger Wattenmeerküste begegnet man den Werken von „De Ploeg“ noch an vielen, manchmal unerwarteten Orten. Zum Beispiel in Mosaiken an Schulen und anderen Gebäuden. Auch in diesen Mosaiken spiegelt sich die Groninger Landschaft wider. Das Kunstwerk, das Jan van der Zee 1960 für die Grundschule F.H. Jansenius de Vries in Warffum schuf, ist ein schönes Beispiel dafür. Beziehen Sie dieses Kunstwerk also unbedingt in Ihre Route ein, wenn Sie durch die Gegend radeln oder wandern.

Routen: Radfahren durch ein lebendiges Gemälde

Zwei besondere „De Ploeg“-Routen führen dich an den Orten vorbei, die bei den „De Ploeg“-Künstlern so beliebt waren. Die „Hotspots“-Route ist eine 40 km lange Rundstrecke, gesäumt von „Hotspots“: großen Nachbildungen von Gemälden der Ploeg-Künstler. Es ist faszinierend zu sehen, wie sich die Landschaft verändert hat – oder gerade unerwartet wiedererkennbar geblieben ist.

Lust auf längere Strecken? Auf verschiedenen E-Bike-Routen „Auf den Spuren der Ploeg“ durchquerst du die Landschaft von Groningen. Eine kostenlose App verbindet mit Fotos, Tonaufnahmen und (kunst-)historischen Hintergrundinformationen die Gegenwart mit der Vergangenheit. Die E-Bike-Routen reichen von gut 50 km bis hin zu einer mehrtägigen Strecke von 165 km Länge.

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