Polderung mit Banck
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Mönche hatten dort bereits Deiche aufgeschüttet, John Eric Banck vollendete das Werk. Mit einem neuen Seedeich entstanden auf Schiermonnikoog der Banckspolder und neue Möglichkeiten. An John Eric Bancks Lieblingsplatz steht als Andenken eine Steinbank: die „Bank van Banck“. Von hier aus hat man einen schönen Blick über die grünen Wiesen im Polder, blickt man jedoch in die andere Richtung, sieht man über das Watt.
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Seefahrtschule
Auf Schiermonnikoog gibt es viel Platz für die Natur. Fast den ganzen Platz; südlich des Dorfes liegt der Banckspolder. Die Wahrscheinlichkeit ist groß, dass er dir noch nie aufgefallen ist. Meistens ist das Dorf das erste Ziel, wenn man auf der Insel ankommt, und dann ist man schon daran vorbeigefahren. Für die Bauern ist der Polder jedoch von Bedeutung. Seine Anlage bedeutete eine willkommene Verbesserung ihrer Lebensbedingungen. Wo die Mönche des Klosters Klaarkamp einst bereits mit der Eindeichung begonnen hatten, errichtete John Eric Banck 1860 einen weiteren Deich. Damit entstand der Polder, der seinen Namen erhielt. Der wohlhabende Jurist aus Den Haag war einer der vielen Eigentümer, die die Insel je hatte. Banck kaufte Schiermonnikoog 1858 und verkaufte es 1893 wieder. In der Zwischenzeit strotzte er nur so vor Plänen.
So gründete er eine Seefahrtschule und brachte den Tourismus in Gang. Er ließ einen Pavillon errichten, kaufte ein Schiff, das im Sommer Badegäste von Groningen nach Schiermonnikoog beförderte, erstellte eine Liste mit Zimmern, die zur Vermietung geeignet waren, und fand Investoren für ein luxuriöses Badehotel. In der Landschaft hinterließ Banck seine Spuren mit Helmgras gegen Sandverwehungen und mit dem neuen Seedeich. Dieser sollte die Insel vor dem Meer schützen.
Gedicht
Das dahinterliegende Salzwiesengebiet wurde nach einiger Zeit zu gutem Ackerland. Die Bauern in der Gegend waren darüber erfreut. Es sorgte allerdings für einige Unstimmigkeiten zwischen den Polderbauern und den Dorfbauern. Diese mussten sich weiterhin mit dem kargen Boden in den Dünen und auf den Salzwiesen begnügen. Wie dem auch sei, Banck wurde geschätzt. Sein Lieblingsplatz auf dem Deich befand sich an der Ecke des Polders. Dort steht heute als Andenken eine Steinbank: die „Bank van Banck“. Als zusätzliche Ehrung ist darauf ein Gedicht des Inseldichters Lammert Wiersma eingraviert.
Oan wylen mr. J.E. Banck:
Moai sorch heste ieuwr it eilaun wôke,
fole segen heste ús brocht.
Sò is hier dyn bank ferriizen,
as blyk fan in tankber nooigeslacht.
Sprachroute
Es ist eines der neun Gedichte der „Taalroute“, alle in der eigenen Sprache verfasst, die auf Schiermonnikoog nur noch wenige Menschen sprechen. Banck hätte es sicher wunderschön gefunden. Neben juristischen Schriften verfasste er Gedichte, unter anderem über Schiermonnikoog. Erholen Sie sich nach einem Spaziergang über den Deich ein wenig auf der „Bank van Banck“. Von dort aus hat man einen schönen Blick über die grünen Wiesen im Polder. Auf der anderen Seite blickt man auf das Watt. Bei Ebbe liegt vor der Küste ein großes Stück Land trocken, und im Sommer färbt blühendes Strandflieder große Teile der Salzwiese violett.
Dort siehst du auch den Westerplas neben dem Polder. Nachdem der Westerkwelder 1964 abgeschottet wurde, entstand hier dieser große Süßwassersee. Ein beliebter Ort für Vögel und für Schiermonnikoog die wichtigste Trinkwasserquelle. Dieses stammt zum Teil aus dem Banckspolder; überschüssiges Regenwasser wird nicht mehr ins Meer abgeleitet, sondern in den Westerplas gepumpt. Diese Maßnahme passt hervorragend zu den aktuellen Plänen der sieben verbliebenen Landwirte im Polder. Sie haben sich zusammengeschlossen, um die Landwirtschaft auf Schiermonnikoog auf einen Schlag nachhaltiger und artenreicher zu gestalten. Ein schöner Schritt für eine schöne Landschaft.
Route: Fast alles von Schier
Schiermonnikoog ist eines der wenigen Gebiete in den Niederlanden, in denen die Natur die Landschaft weitgehend prägt. Wind und Meer geben den Ton an.
Entfernung: 15 Kilometer | Dauer: 3 Stunden und 30 Minuten