Ode an Anna Paulowna, Nordholland
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Im Rahmen von „Ode an die Landschaft“ treffen sich Dichter und lokale Helden an einem besonderen Ort im Wattenmeergebiet. Jede Begegnung mündet in eine Videoaufzeichnung, einen Podcast und ein Gedicht: Oden an die Wattenmeerlandschaft. Diese Ode ist Anna Paulowna in Nordholland gewidmet.
Lesezeit: ca. 10 Minuten
Die Ode
Der lokale Held
Annemarie van den Berg ist als Geschäftsführerin bei der Stiftung SOS Dolfijn tätig, wo sie 2006 als ehrenamtliche Tierpflegerin begann. Mittlerweile beschäftigt sie sich vor allem mit Themen wie Kommunikation, Spendensammlung und Pressearbeit. Doch die Leidenschaft für diese Arbeit entstand bei der Pflege gestrandeter Schweinswale, Delfine und Wale. Die Naturschutzorganisation hilft Tieren in Not, um sie nach einer gewissen Zeit wieder gesund in ihre Heimat, die Nordsee, zurückzubringen. Derzeit ist sie intensiv mit dem Aufbau eines neuen pädagogischen Walzentrums beschäftigt, in dem Besucher auch mehr über das Meer und seine Bewohner erfahren können.
Der Dichter
Die Flämin Lies van Gasse studierte Illustratives Design an der Hochschule „Karel de Grote“. Sie ist Dichterin, bildende Künstlerin und Lehrerin und gewann bereits in jungen Jahren verschiedene Lyrikpreise. Im Jahr 2009 schrieb sie ihren Debütband „Hetzelfde gedicht steeds weer“, in dem sie 40 Stimmungsgedichte zu Systemen mit wiederkehrenden Themen kombiniert. Darüber hinaus verfasste sie die Gedichtbände „Brak de waterdrager“ und „Wenteling“ und schafft ihre eigenen Kombinationen aus Text und Bild, die sie als „graphic poems“ bezeichnet.
Der Videomacher
Video und Film als Medium für inspirierende und motivierende Geschichten einzusetzen – damit beschäftigt sich Jeroen tagtäglich. Er ist ein sozial engagierter Kreativer, immer auf der Suche nach neuen Geschichten, die er vor der Kamera festhalten und mit der Welt teilen kann. Dies tut er mit seinem Unternehmen „Lange Krullenbol“. Ein aktuelles Projekt handelt von zwei Ozeanruderern, die Spenden sammeln und versuchen, das Bewusstsein für die Problematik der Plastikverschmutzung im Meer zu schärfen. Für die Dreharbeiten zu diesem Film überquerte er auch selbst den Atlantik mit dem Segelschiff „Windfall“.
Die Begegnung
Anna Paulowna
Die bildschöne russische Gattin von König Wilhelm II. gab dem Anna-Paulowna-Polder ihren Namen. Und die Schönheit von Anna Paulowna ist hier auch Jahrhunderte später noch zu sehen. Gelegen in der „Kop“ von Nordholland, umgeben von der Nordsee, dem IJsselmeer und dem Wattenmeer. Vor 3000 bis 2500 Jahren entstand in diesem Gebiet die ehemalige Gezeitenrinne „Oude Veer“. Bei Flut strömte das Meerwasser hierher aus dem Wattenmeer hinein und bei Ebbe wieder hinaus. Bei Hochwasser lagerte sich der Sand entlang der Rinne ab und es entstanden Uferwälle. Wenn man sich heute die Landschaft ansieht, sind diese noch deutlich zu erkennen. Im Jahr 1846 wurde der Anna-Paulowna-Polder eingedeicht, und der „Oude Veer“ verlor seine Funktion. Glücklicherweise ist die Rinne erhalten geblieben und kann noch immer bewundert werden.
Landgut Hoenderdaell
Im Polder liegt das Landgut Hoenderdaell. Einst Ackerland, ist es heute zu einem Naturschutzgebiet mit einem Tierpark umgestaltet worden, in dem regelmäßig Tiere in Not aufgenommen werden. So ist dort das Auffangzentrum „Leeuw“ angesiedelt, und in Kürze öffnet das pädagogische Walzentrum von SOS Dolfijn seine Pforten. Das Landgut ist ein Paradies für Naturliebhaber. Da die Natur hier frei von menschlichen Einflüssen ist, gedeihen Pflanzen hier prächtig. Der hintere Teil des Ruhegebiets wurde im Mittelalter ausgehoben und später mit Meerschlamm aufgefüllt, wodurch das Meer Einfluss auf die Vegetation gewann. Die entstandenen Höhenunterschiede sorgen für eine große Vielfalt an Pflanzen. Auch die Tiere können sich hier frei entfalten. Rothirsche, Emus und schottische Hochlandrinder laufen dort frei herum. Wanderer können Fuchsspuren entdecken und am Ufer der Oude Veer die Spuren verschiedener Nagetiere beobachten.
Route: Auf einer Mini-Wanderung durch den Norden von Nordholland
Entlang der niederländischen Küste verläuft ein 721 km langer Wanderweg: der „Nederlands Kustpad“. Diese Route ist Teil des europäischen Küstenwegs E9, der mit einer Länge von 5.000 Kilometern noch viel länger ist. Glücklicherweise kannst du auch in drei Tagen die Atmosphäre dieser Fernwanderungen genießen. Ich bin in drei Tagen auf dem Kustpad von Den Helder über Callantsoog nach Den Oeve gewandert und habe die Schönheit von Anna Paulowna mit eigenen Augen entdeckt.
Zur RouteLesen & hören - Mehr über das Treffen zwischen Annemarie und Lies
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Das Gedicht
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Der Podcast
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