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Sabien Bosman über die mediterrane Küche auf Texel

Sabien Bosman kam vor einigen Jahren nach Texel. Mit ihrem eigenen Catering-Unternehmen STAAL Catering kocht sie gerne mit den lokalen Produkten der Watteninsel. „Visit Wadden“ lernte sie bei einem ihrer kulinarischen Aufträge kennen. Und was stellte sich heraus? Sabien ist nicht nur Catererin, sondern engagiert sich noch in vielen weiteren Bereichen auf der Insel. In diesem Blog erzählt Sabien mehr über die mediterranen Aromen mit Produkten aus dem Wattenmeergebiet. Und du kannst die Rezepte selbst nachkochen.   

(Lesezeit: ca. 5 Minuten)

Von französisch bis mediterran

Sabien arbeitete und lebte drei Jahre lang in Frankreich. „Die französische Küche war lange Zeit mein Vorbild“, erzählt Sabien. Indem sie viele Kochbücher studierte und die darin enthaltenen Rezepte nachkochte, lernte sie, klassische Gerichte zuzubereiten. „Eine Freundin schickte mir damals das Kochbuch ‚Moro‘. Das wurde mein neuer Kochstil.“ In dem Kochbuch finden sich Gerichte mit Aromen aus der mediterranen Küche. Oder noch genauer gesagt: aus den Regionen, in denen die Mauren gewesen sind. So lernte Sabien alle Geschmacksrichtungen rund um das gesamte Mittelmeer kennen, mit Ausnahme von Frankreich und Italien. „Es war, als wäre das Kochbuch wie für mich gemacht. Ich wollte alle Rezepte nachkochen.“ Durch das Probieren dieser neuen Aromen eröffnete sich ihr eine ganz neue Welt. „Die französische Küche schien mir plötzlich sehr weit weg, ja sogar überholt und altmodisch.“ 

Mediterran auf Texel

Zwanzig Jahre später lebt Sabien auf der Watteninsel Texel. „Hier koche ich immer noch nach der Moro-Art“, erzählt sie. „Allerdings mit Produkten von Texel und aus dem restlichen Wattenmeergebiet.“ Aromen von weit her mit Zutaten aus der näheren Umgebung. Wenn man an Produkte aus dem Wattenmeergebiet denkt, kommen einem schnell Herzmuscheln, Austern und Miesmuscheln in den Sinn. Diese darf und kann man auf Texel ganz einfach selbst sammeln. „Hier ist ein Eldorado an schönen, guten und originellen Produkten.“ Im Wattenmeergebiet wird alles Mögliche gezüchtet, angebaut und gebraut. Und die Erzeuger sind einfallsreich und innovativ. „Sie wissen hier, wie man mit dem salzigen Boden umgeht, und bauen gerne salzverträgliche Pflanzen an.“ Von Kartoffeln bis zu Erdbeeren und von Tomaten bis zu Möhren. All das findet man auf Texel. „Im Kaltgewächshaus bekomme ich sogar Auberginen und Wassermelonen. Köstlich mit Schafskäse und Eiskraut.“ Denn auch salzhaltige Kräuter gibt es hier in Hülle und Fülle. Nicht nur das bekannte Queller und Strandflieder, sondern auch Eiskraut, Austernblatt und Meeresfenchel.

Ersatzprodukte aus Texel

Obwohl es auf Texel alles Mögliche gibt, sind manche mediterranen Kräuter an der Wattenmeerküste schwer zu bekommen. Glücklicherweise hat sich Sabien allerlei tolle Alternativen ausgedacht. „Der Geschmack ist vielleicht nicht ganz derselbe, aber es entstehen neue, spannende Geschmackskombinationen.“ So werden im Wattenmeergebiet allerlei Hülsenfrüchte angebaut. Zum Beispiel die Kollumer Erbsen, Zitronenbohnen und Heiligbohnen. Nicht nur die Namen dieser Bohnen klingen schön. Sie schmecken auch noch unglaublich lecker. Und man kann daraus köstlichen Hummus zubereiten. „Warum Kichererbsen aus fernen Ländern verwenden?“, fragt Sabien zu Recht. Für ihr Dukkah, eine Gewürzmischung aus Samen, Nüssen und Kräutern, verwendet sie geröstete Senfkörner. „Senfkörner und auch Mohn sind hier reichlich vorhanden.“ Sumach, eine tangerinenartige, säuerliche, gemahlene Beere, ersetzt sie durch getrocknete und gemahlene Cranberries. Eine weit verbreitete Beere, die versehentlich auf Terschelling angespült wurde. Und ihr Taboulé bereitet sie mit Perlgraupen statt mit Bulgur zu. Genug Köstlichkeiten, um ein mediterranes Essen auf den Tisch zu bringen.

Rezepte - Probieren Sie mediterrane Aromen mit Produkten aus dem Wattenmeer

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